Wie du deinen Song masterst

Top Mastering Chain: Tipps um Die perfekte Mastering Kette zu erstellen

Lerne wie man einen Song in Logic, Ableton, FL Studio oder Reaper mastert. Der beste Mastering Chain (mastering Reihenfolge) und die besten mastering Plugins für deine Daw.

Hol dir kostenlose Mastering Tipps, um deine Musikproduktionen für Streaming, CD oder Vinyl besser klingen zu lassen. Erfahre mehr über Musik Mastering und die besten Mastering Effekt VST Plugins. Organisiere und konfiguriere deine Mastering-Kette, um deinen Techno-, House- oder Hip-Hop-Produktionen einen fetteren Sound zu verleihen.

 

 

Table Of Contents

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Chirurgischer Mastering EQ

Ein chirurgischer Mastering EQ wird eingesetzt, um problematische Frequenzbereiche im Gesamtmix präzise zu korrigieren und die tonale Balance gezielt zu verbessern. Gerade im Mastering geht es dabei nicht um radikale Klangveränderungen, sondern um feine Eingriffe, die den Mix aufräumen, ausbalancieren und transparenter machen.

Typische Einsatzbereiche sind dröhnende Frequenzen im Bass, störende Resonanzen in den Mitten oder harsche, scharfe Anteile in den Höhen. Solche Problemstellen können dafür sorgen, dass ein Mix unausgewogen, undefiniert oder auf Dauer anstrengend klingt. Mit einem chirurgischen EQ lassen sich genau diese Bereiche sehr gezielt bearbeiten, indem einzelne Frequenzen präzise abgesenkt oder bei Bedarf auch leicht angehoben werden.

Vor allem im Low-End kann das einen großen Unterschied machen. Wenn sich im Bassbereich zu viel Energie staut, wirkt der Mix für das Gehör schnell dröhnend. Durch kontrollierte Korrekturen entsteht mehr Definition im Bass, die Kickdrum setzt sich klarer durch, und das Fundament des Tracks wirkt stabiler und aufgeräumter. Auch in den Mitten und Höhen kann ein präziser EQ helfen, problematische Frequenzen zu entschärfen und so mehr Klarheit und eine angenehmere Gesamtwirkung zu erzielen.

Linear-Phase-Equalizer sind in diesem Zusammenhang oft eine gute Wahl, wenn besonders transparente Eingriffe gefragt sind. Sie eignen sich vor allem dann, wenn Resonanzen oder tonale Ungleichgewichte möglichst sauber korrigiert werden sollen, ohne die Wahrnehmung des Signals unnötig zu verfärben. Je nach Material und Eingriff sollte der Einsatz aber bewusst erfolgen, da nicht jede Situation automatisch von Linear Phase profitiert.

Zusätzlich kann M/S-Bearbeitung sinnvoll sein, um Eingriffe noch gezielter vorzunehmen. So lassen sich etwa problematische Frequenzen in der Mitte anders behandeln als in den Seiten. Dadurch kann nicht nur die Klarheit verbessert werden, sondern auch die räumliche Wirkung des Mixes gezielt verfeinert werden. Das Ergebnis ist ein ausgewogeneres, transparenteres und professioneller wirkendes Master.

Beste Mastering Kompressor Plugins

Hochwertige Mastering-Kompressor-Plugins helfen dabei, einen Mix kontrollierter, ausgewogener und musikalisch geschlossener wirken zu lassen. Im Gegensatz zur deutlich hörbaren Kompression im Mixing geht es im Mastering meist um feine Eingriffe, die die Dynamik behutsam formen, ohne den Charakter des Songs zu verlieren.

Ein Mastering-Kompressor kann Transienten leicht einfangen, Pegelspitzen glätten und dem gesamten Mix mehr Zusammenhalt verleihen. Genau dieser sogenannte Glue-Effekt sorgt oft dafür, dass sich einzelne Elemente besser miteinander verbinden und der Track wie aus einem Guss klingt. Richtig eingesetzt kann Kompression außerdem das Groove-Gefühl unterstützen und dafür sorgen, dass ein Song stabiler, runder und souveräner wirkt.

Im Mastering ist dabei Zurückhaltung entscheidend. In vielen Fällen bewegt sich die Gain Reduction nur in einem sehr kleinen Bereich, oft etwa zwischen 1 und 3 dB. So bleibt die Bearbeitung musikalisch und natürlich, ohne den Mix hörbar zu zerdrücken oder unnötig Pumpen zu erzeugen. Ziel ist nicht maximale Kompression, sondern eine kontrollierte Dynamikbearbeitung mit möglichst hoher Klangqualität.

Mastering-Kompression kann außerdem helfen, problematische Stellen im Song etwas besser zu zähmen. Dazu zählen etwa zu dominante Spitzen, unruhige Dynamikverläufe oder ein Mix, der noch nicht ganz geschlossen wirkt. Mit dem richtigen Kompressor lässt sich das Material subtil verdichten, glätten und musikalisch stabilisieren.

Auch weiterführende Techniken wie Parallelkompression oder M/S-Kompression können im Mastering sinnvoll sein, wenn sie mit Bedacht eingesetzt werden. Parallelkompression kann zusätzliche Dichte und Präsenz erzeugen, ohne die natürliche Dynamik vollständig zu opfern. M/S-Kompression erlaubt es, Mitten- und Seitenanteile getrennt zu bearbeiten und so gezielt mehr Kontrolle über Räumlichkeit, Fokus und Balance zu gewinnen.

Hier sind einige der besten Mastering-Kompressor-Plugins auf dem Markt:

 

Färbende EQualizer

Färbende Equalizer kommen im Mastering dann zum Einsatz, wenn es nicht nur um saubere Korrekturen, sondern auch um musikalische Klangveredelung geht. Im Gegensatz zu besonders transparenten Digital-EQs bringen sie Eigencharakter mit und können einem Mix mehr Wärme, Tiefe, Präsenz oder seidige Höhen verleihen.

Viele dieser Plugins orientieren sich an klassischen analogen Equalizern und arbeiten mit breiteren, musikalisch klingenden Filterkurven. Dadurch eignen sie sich besonders gut, um einen Mix auf angenehme Weise zu formen, ohne dass die Bearbeitung zu technisch oder steril wirkt. Schon kleine Anhebungen oder Absenkungen können hier hörbar zur Gesamtwirkung beitragen.

Je nach Modell sorgen solche Charakter-EQs für weiche Höhen, ein volleres Mittenbild oder ein stabileres Low-End. Manche Plugins bringen zusätzlich eine leichte harmonische Sättigung mit, die den Sound dichter, griffiger und lebendiger wirken lässt. Genau diese Kombination aus EQ-Bearbeitung und klanglicher Färbung macht sie für viele Mastering-Setups so interessant.

Im Unterschied zu sehr cleanen EQs wie etwa dem FabFilter Pro-Q steht hier also nicht maximale Neutralität im Vordergrund, sondern ein bewusst musikalischer Klangcharakter. Richtig eingesetzt können färbende Equalizer einem Song mehr Persönlichkeit, mehr Tiefe und eine hochwertigere Gesamtanmutung verleihen.

Top De-esser Plugins

De-Esser-Plug-Ins sind im Mastering Chain oft nützlich, um übermäßige Zischlaute oder "S"-Laute bei Gesang und anderen hochfrequenten Instrumenten zu erkennen und zu reduzieren. Übermäßige Zischlaute können im fertigen Mix zu rauen oder verzerrten Klängen führen, die unangenehm zu hören sind.

Plug-ins zur Resonanzreduzierung verwenden eine Kombination aus Dynamikbearbeitung und Frequenzfilterung, um Zischlaute zu erkennen und zu reduzieren. Sie verfügen in der Regel über einen Frequenzregler, mit dem der Benutzer den Frequenzbereich festlegen kann, auf den er sich konzentrieren möchte, und einen Schwellwertregler, mit dem der Pegel festgelegt wird, ab dem der De-Essing-Effekt angewendet wird.

Einer der Hauptvorteile von Mastering-De-Esser-Plug-Ins ist, dass sie es dem Anwender ermöglichen, Zischlaute selektiv zu reduzieren, ohne die tonale Gesamtbalance des Mixes zu beeinträchtigen.

Dies ist besonders wichtig im Mastering-Prozess, wo die Erhaltung der Gesamtbalance der Mischung von entscheidender Bedeutung ist.

De-Esser-Plug-Ins können nicht nur die Härte von Gesang und anderen hochfrequenten Instrumenten zähmen, sondern auch die Resonanz in anderen Klängen wie Hi-Hats und Synthesizer-Sounds reduzieren. Dies kann zu einem insgesamt weicheren und angenehmeren Klang beitragen.

Hier sind einige der besten De-Esser plugins:

Dynamische Equalizer & Multi-band Kompressor

Dynamische Equalizer und Multiband-Kompressoren sind nützliche Werkzeuge, wenn bestimmte Frequenzbereiche im Mix nicht permanent, sondern nur bei Bedarf kontrolliert werden sollen. Im Mastering geht es dabei vor allem darum, problematische Bereiche gezielt zu beruhigen, ohne die tonale Balance des gesamten Songs unnötig zu verändern.

Ein dynamischer Equalizer kombiniert die Präzision eines Equalizers mit dem Verhalten eines Dynamikprozessors. Das bedeutet: Bestimmte Frequenzen werden nicht dauerhaft angehoben oder abgesenkt, sondern nur dann bearbeitet, wenn sie im Signal zu stark oder zu wenig hervortreten. So lassen sich zum Beispiel dröhnende Bässe, scharfe obere Mitten oder aggressive Höhen sehr gezielt kontrollieren, ohne dass der restliche Mix an Natürlichkeit verliert.

Multiband-Kompressoren arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip, teilen das Signal jedoch in mehrere Frequenzbereiche auf, die jeweils separat komprimiert werden können. Dadurch lässt sich die Dynamik einzelner Frequenzbänder kontrollieren, etwa wenn das Low-End zu unruhig ist, die Mitten wechselhaft reagieren oder die Höhen in bestimmten Passagen zu dominant werden. Das kann helfen, den Mix gleichmäßiger, stabiler und definierter wirken zu lassen.

Gerade im Mastering sind solche Werkzeuge dann sinnvoll, wenn Probleme nur punktuell auftreten. Ein statischer EQ wäre in solchen Fällen oft zu grob, weil er den betreffenden Bereich dauerhaft verändert. Dynamische EQs und Multiband-Kompressoren greifen dagegen nur dann ein, wenn es wirklich nötig ist. So bleiben Energie, Offenheit und Musikalität des Mixes besser erhalten.

Typische Anwendungen sind das Kontrollieren von dröhnenden Basstönen, das Zähmen harscher Bereiche in den oberen Mitten oder das Glätten überpräsenter Höhen in einzelnen Songabschnitten. Richtig eingesetzt können dynamische Bearbeitungen mehr Klarheit, Kontrolle und Ausgewogenheit schaffen, ohne dass der Mix an Lebendigkeit verliert.

Trotzdem gilt auch hier: Nicht jedes Master braucht einen dynamischen EQ oder Multiband-Kompressor. Sie sind keine Pflicht, sondern gezielte Problemlöser für Situationen, in denen bestimmte Frequenzbereiche abhängig vom Songverlauf unterschiedlich reagieren. Wenn genau solche Schwankungen im Mix auftreten, können diese Plugins besonders wertvoll sein.

Enhancer & analoge Klangfärbung

Sättigungs- und Klangfärbungs-Plugins kommen im Mastering dann zum Einsatz, wenn ein Mix nicht nur sauber und ausgewogen, sondern auch klanglich etwas dichter, wärmer oder charaktervoller wirken soll. Im Gegensatz zu rein transparenten Prozessoren geht es hier nicht in erster Linie um Korrektur, sondern um gezielte Veredelung des Sounds.

Tape-, Tube- und Transformer-Emulationen orientieren sich an typischen Eigenschaften klassischer analoger Hardware. Sie fügen dem Signal je nach Auslegung subtile harmonische Obertöne, leichte Verdichtung und eine musikalische Färbung hinzu. Dadurch kann ein Master voller, runder und lebendiger wirken, ohne dass große tonale Eingriffe nötig sind.

Tape-Sättigung wird oft eingesetzt, um Transienten leicht zu glätten, den Klang etwas dichter zu machen und dem Low-End oder den Mitten mehr Zusammenhalt zu geben. Röhren-Sättigung kann zusätzliche Wärme, Präsenz und harmonische Tiefe erzeugen, während Transformer-Emulationen häufig für Gewicht, Charakter und eine leicht griffigere Textur sorgen. Enhancer wiederum können bestimmte Bereiche wie Höhenluft, Präsenz oder Detailwahrnehmung gezielt hervorheben.

Gerade bei sehr sauberen digitalen Produktionen können solche Tools helfen, einen Mix weniger steril und musikalisch geschlossener wirken zu lassen. Wichtig ist dabei, im Mastering mit Gefühl vorzugehen: Schon kleine Dosierungen reichen oft aus, um mehr Wärme, Tiefe und Charakter zu erzeugen, ohne Transparenz, Balance oder Dynamik unnötig zu beeinträchtigen.

Richtig eingesetzt sind Tape-, Tube-, Saturation- und Transformer-Plugins deshalb keine Effektgeräte im klassischen Sinn, sondern feine Klangwerkzeuge zur Veredelung eines Masters.

  • Acustica Audio Crimson

  • Tone Projects Kelvin Tone Shaper

  • Fabfilter Saturn

  • Vertigo Sound VSM-3

  • Wavesfactory Spectre

  • Shatteres Glas Audio SGA1566

  • Kazrog True Iron

  • SSL Vintage Drive

  • Kush Audio Omega

  • Pulsar Modular P42 Climax Mod

  • Plugin Alliance Blackbox Analog Design

  • Airwindows Purest Warm

  • SKnote AnyTesla

  • Klanghelm SDRR

  • SPL Twin Tube

  • Brainworx Black Box

Best tape Machine Plugins

  • IK Multimedia T-Racks Tape Machine

  • Slate Digital Virtual Tape Machines

  • London Acoustics - Taipei

  • Acustica Audio - Taupe

  • U-He satin

  • SKnote Roundtone

  • Universal Audio Fatso

  • Universal Audio Studer A800 / Ampex ATR 102

  • Airwindows To Tape

  • Waves Audio Kramer Master Tape

Stereo Image Plugins für Breite und Tiefe

Stereo-Image-Plugins kommen im Mastering dann zum Einsatz, wenn ein Mix räumlicher, breiter oder in seiner Tiefenwirkung gezielter gestaltet werden soll. Sie helfen dabei, das Stereobild zu verfeinern und die räumliche Darstellung eines Songs kontrolliert zu beeinflussen, ohne dabei die tonale Balance des Masters aus dem Blick zu verlieren.

Je nach Tool lassen sich mit Stereo-Image-Plugins die Seitenanteile verbreitern, die Mitte fokussieren oder bestimmte Frequenzbereiche räumlich differenzierter darstellen. Dadurch kann ein Mix offener, größer und klarer wirken. Gerade bei dichten Produktionen kann eine behutsame Bearbeitung dazu beitragen, dass das Stereobild luftiger und besser gestaffelt erscheint.

Auch die wahrgenommene Tiefe eines Mixes lässt sich auf diese Weise beeinflussen. Zwar werden im Mastering keine einzelnen Elemente direkt im Raum verschoben, doch durch die Bearbeitung von Mitten-, Seiten- und Frequenzanteilen kann der gesamte Mix mehr räumliche Dimension und eine ausgewogenere Stereoabbildung erhalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Monokompatibilität. Breite klingt oft beeindruckend, kann aber problematisch werden, wenn dadurch Phasenverschiebungen oder Auslöschungen entstehen. Deshalb ist es wichtig, Stereo-Bearbeitungen immer auch in Mono zu überprüfen. Gute Stereo-Image-Plugins können dabei helfen, problematische Seitenanteile besser zu kontrollieren und das Stereobild gezielt zu formen, ohne die Stabilität des Mixes unnötig zu gefährden.

Gerade im Mastering gilt jedoch: Weniger ist oft mehr. Ein breiterer Mix wirkt zunächst schnell spektakulär, aber zu starke Eingriffe können Fokus, Druck und Monokompatibilität verschlechtern. Deshalb sollten Stereo-Image-Plugins immer mit Fingerspitzengefühl eingesetzt werden, um Breite und Tiefe sinnvoll zu verbessern, ohne die Natürlichkeit des Songs zu verlieren.

Beste Clipper Plug-Ins

Mastering-Clipper-Plugins können ein wirkungsvolles Werkzeug sein, wenn es darum geht, Spitzen im Signal gezielt zu kontrollieren und die wahrgenommene Lautheit eines Masters zu erhöhen. Sie werden häufig an einer späten Stelle in der Mastering-Chain eingesetzt, oft vor dem Limiter oder als ergänzendes Werkzeug, um Transienten kontrolliert zu formen.

Im Gegensatz zu einem Limiter arbeiten Clipper, indem sie Pegelspitzen gezielt abschneiden. Je nach Art des Clippers geschieht das eher weich oder deutlich hörbarer. Dadurch lässt sich das Signal verdichten und in vielen Fällen lauter wirken, ohne dass ein Limiter allein die gesamte Arbeit übernehmen muss. Gleichzeitig entsteht dabei oft eine gewisse harmonische Färbung, die dem Master mehr Präsenz, Dichte oder Charakter verleihen kann.

Soft Clipping eignet sich meist für subtilere Eingriffe und eine musikalischere Verdichtung, während Hard Clipping Transienten deutlicher formt und schneller hörbar wird. Richtig eingesetzt kann ein Clipper dabei helfen, Drums griffiger wirken zu lassen, Spitzen besser einzufangen und zusätzliche Lautheit herauszuholen, ohne dass das Master sofort überkomprimiert klingt.

Gerade im Mastering ist jedoch Vorsicht gefragt. Zu starkes Clipping kann schnell zu Härte, Verzerrungen und einem unangenehm aggressiven Klangbild führen. Deshalb sollte ein Clipper sehr gezielt und mit kleinen Schritten eingesetzt werden. Oft reichen schon wenige dB bearbeiteter Spitzen aus, um einen hörbaren Effekt zu erzielen.

Wichtig ist außerdem, auf saubere Signalverarbeitung zu achten. Funktionen wie Oversampling können helfen, Aliasing-Artefakte zu reduzieren, besonders wenn der Clipper stärker arbeitet. Manche Plugins bieten zusätzlich erweiterte Optionen, etwa zur Feinabstimmung des Clipping-Verhaltens oder zur frequenzabhängigen Bearbeitung, was im Einzelfall noch mehr Kontrolle ermöglichen kann.

Clipper sind im Mastering deshalb keine pauschale Pflicht, aber ein sehr nützliches Werkzeug, wenn es um Lautheit, Transientenkontrolle und gezielte Klangformung von EDM oder Hip Hop Songs geht. Entscheidend ist, sie subtil und bewusst einzusetzen, damit das Master druckvoller wirkt, ohne an Natürlichkeit und Qualität zu verlieren.

LImiter Plugin - True Peak Limiter

Limiter und True-Peak-Limiter bilden in vielen Fällen den letzten Schritt einer Mastering-Chain. Sie sorgen dafür, dass Pegelspitzen kontrolliert werden und ein Track die gewünschte Lautheit erreicht, ohne dabei unnötig an Klarheit, Druck oder Musikalität zu verlieren.

Ein Limiter arbeitet, indem er Spitzen oberhalb eines festgelegten Pegels abfängt und so verhindert, dass das Signal unkontrolliert übersteuert. Dadurch lässt sich die wahrgenommene Lautheit eines Masters erhöhen, während problematische Peaks zuverlässig unter Kontrolle bleiben. Im Mastering ist das besonders wichtig, weil hier oft die finale Balance zwischen Lautheit, Dynamik und Transparenz entsteht.

True-Peak-Limiter gehen noch einen Schritt weiter. Sie berücksichtigen nicht nur die Pegelspitzen einzelner Samples, sondern auch sogenannte Intersample Peaks, die bei der Wandlung oder auf Streaming-Plattformen zu Übersteuerungen führen können. Deshalb sind sie vor allem dann sinnvoll, wenn ein Master technisch sauber und plattformtauglich ausgeliefert werden soll.

Ziel eines guten Limitings ist nicht, den Mix hörbar plattzudrücken, sondern die Lautheit möglichst kontrolliert und transparent anzuheben. Wird ein Limiter zu stark belastet, können schnell unerwünschte Nebenwirkungen entstehen, etwa harte Höhen, verlorene Transienten, verzerrtes Low-End oder ein insgesamt flacherer Klang. Gerade deshalb lohnt es sich, den Eingriff so moderat wie möglich zu halten und den Mix schon vor dem Limiting sauber vorzubereiten.

In vielen Fällen reichen bereits kleine Limiter-Eingriffe aus, um ein stimmiges und konkurrenzfähiges Ergebnis zu erzielen. Muss der Limiter hingegen dauerhaft sehr stark arbeiten, ist das oft ein Hinweis darauf, dass Dynamik, Transienten oder Tonalität bereits im Mix oder in den vorherigen Schritten der Mastering-Chain noch nicht optimal ausbalanciert sind.

Ein guter True-Peak-Limiter ist deshalb nicht nur ein Lautmacher, sondern ein entscheidendes Werkzeug für Kontrolle, technische Sicherheit und ein sauberes finales Master.

 

Einige der besten Mastering Limiter Plugins für deinen Master-Bus sind:

LUFS Meter: Metering Analyse and referenz Plugins

LUFS-Metering-Plugins gehören zu den wichtigsten Analysewerkzeugen im Mastering. Sie helfen dabei, die Lautheit eines Songs realistisch einzuschätzen und Werte wie Integrated LUFS, Short-Term LUFS und True Peak zuverlässig zu kontrollieren. Gerade im Zeitalter von Streaming und Loudness-Normalisierung ist das wichtig, um ein Master nicht nur laut, sondern auch technisch sauber und plattformtauglich abzuliefern.

Moderne Metering-Plugins wie zum Beispiel Youlean Loudness Meter liefern eine klare visuelle Darstellung der relevanten Lautheitswerte und erleichtern es, Lautheit, Dynamik und Peak-Verhalten besser einzuordnen. So lassen sich Entscheidungen nicht nur nach Gehör, sondern auch auf Basis verlässlicher Messdaten treffen.

Besonders hilfreich ist dabei die Kombination aus Integrated LUFS und Short-Term LUFS. Integrated LUFS zeigt die durchschnittliche Lautheit des gesamten Songs, während LUFS-S dabei hilft, besonders dichte oder laute Stellen wie Drops, Refrains oder volle Arrangements genauer zu beurteilen. Ergänzend dazu ist True Peak wichtig, um kritische Spitzen im Signal zu erkennen und technische Probleme bei Export, Wandlung oder Streaming zu vermeiden.

Auch der Vergleich mit Referenztracks spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Gute Metering-Plugins helfen nicht nur dabei, die Lautheit des eigenen Masters zu messen, sondern auch, Dynamik, Peak-Verhalten und Lautheit sinnvoll mit professionellen Referenzen zu vergleichen. So lässt sich besser einschätzen, ob ein Track im gewünschten Rahmen liegt, ohne sich allein vom subjektiven Lautheitseindruck täuschen zu lassen.

Für mein eigenes Loudness-Feintuning orientiere ich mich oft zusätzlich am Short-Term-LUFS-Wert. Sehr laute Tracks liegen dabei für mich ungefähr bei -6 LUFS-S, während dynamischere elektronische Produktionen eher im Bereich von -9 LUFS-S liegen. Diese Werte sind für mich praktische Anhaltspunkte im musikalischen Kontext, ersetzen aber nicht die Beurteilung von Integrated LUFS, True Peak und dem gesamten Höreindruck.

referenz plugins

Referenz-Plugins

Referenz-Plugins sind im Mixing und Mastering besonders hilfreich, wenn es darum geht, den eigenen Track objektiver einzuordnen und klangliche Entscheidungen besser abzusichern. Sie ermöglichen den direkten Vergleich mit professionell produzierten Referenztracks und helfen dabei, Unterschiede in Tonalität, Lautheit, Stereoabbildung und Gesamtbalance schneller zu erkennen.

Gerade im Mastering kann das sehr wertvoll sein, weil sich das eigene Gehör nach längerem Arbeiten schnell an problematische Klangbilder gewöhnt. Mit einem guten Referenz-Plugin lässt sich überprüfen, ob der eigene Mix im Bassbereich zu dominant ist, die Höhen zu aggressiv wirken oder die Gesamtbalance noch nicht stimmig genug ist. So können Schwächen gezielter erkannt und besser eingeordnet werden.

Richtig eingesetzt helfen Referenz-Plugins also nicht dabei, einen Song einfach an andere Produktionen anzugleichen, sondern sie schaffen Orientierung und mehr Sicherheit im Entscheidungsprozess. Das verbessert nicht nur die Beurteilung des eigenen Materials, sondern trägt auch dazu bei, dass Mixe und Master auf unterschiedlichen Wiedergabesystemen konsistenter und verlässlicher funktionieren.

Studio Monitor und Kopfhörer Korrektur Software

Mit Studio-Monitor- und Kopfhörer-Korrektursoftware lässt sich die Wiedergabe beim Mixing und Mastering gezielt optimieren. Solche Tools helfen dabei, klangliche Unregelmäßigkeiten von Lautsprechern, Kopfhörern oder dem Abhörplatz besser auszugleichen und so eine neutralere Wiedergabe zu erreichen.

Dafür werden Studiomonitore oder Kopfhörer gemessen und ihr Frequenzgang mithilfe von Equalizern korrigiert, sodass das Signal möglichst linear und ausgewogen wiedergegeben wird. Gerade in akustisch nicht perfekten Räumen oder bei stark färbenden Kopfhörern kann das dabei helfen, Mischungen und Master präziser zu beurteilen.

Wichtig ist dabei: Korrektursoftware ersetzt keine gute Raumakustik, kann die Abhörsituation aber deutlich verlässlicher machen. So lassen sich klangliche Entscheidungen sicherer treffen und Mixe besser auf andere Wiedergabesysteme übertragen.

WAS GEHÖRT ZUM AUDIO MASTERING

Was ist ein Audio Mastering? Erfahre, welche Schritte nötig sind, um deine Songs zu Mastern:

  • Das Mastering optimiert den Punch und die Power deiner Musikproduktion, indem es die Mitten verdichtet, die Bässe abrundet und den hohen Frequenzen mehr Glanz und Fülle verleiht.

  • Verfeiner die Dynamik deines Songs, erzeuge optimale Lautstärkepegel, um einen ausgewogenen Mix zu erhalten

  • Erreiche wettbewerbsfähige Lautstärkepegel mit Kompressions-, Limiting- und Clipper-Tools. Um auf jeder Streaming- oder Download-Plattform wie Spotify, Apple Music, Youtube, Beatport einen guten Sound zu haben.

  • Einen tighten und druckvollen Sound auch auf einem großen Club-Soundsystem wie Function One, Martin Audio, Kirsch Audio oder Void Acoustics zu haben - optimiert für Live- und DJ-Umgebungen

  • Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Abstimmung des Grooves deines Songs, wie z.B. der Bass und die rhythmischen Drum-Elemente. Kleine Eingriffe haben eine wesentliche Wirkung, um hervorzustechen

  • Außerdem ist es wichtig problematischen schrille Frequenzen deines Tracks zu reduzieren um einen natürlicheren und angenehmeren Sound zu erzielen. 

  • Mit dem subtraktiven Equalizer wirst du auch trübe Bassfrequenzen los. Dynamische EQs und Mid/Side-Equalizer sind perfekt für eine subtile Überarbeitung eines Songs um mehr Klarheit in deine Musikproduktion zu bekommen.

  • Optimieren der Weite bzw. der 3-dimensionale wahrnehmung. Erhöhe die Tiefe und das erzeugen einer natürlich klingende Stereobreite

  • Meist ist es auch ein warmen analogen Sound gewünscht. Füge dazu Tape- und Röhrensound hinzu, um einen nostalgischen Eindruck von klassischen Musikaufnahmen zu erzeugen.

  • Oder verbesser die Klangfarbe und den Charakter deines Songs. Fügen zusätzliche Obertöne hinzu und bringen Sie Glanz in deinen Mix, um sauber und mitreißend zu klingen.

  • Beheben außerdem Phasing-Probleme und mache deine Tracks monokompatibel. So werden Frequenzen nicht versehentlich ausgelöscht. Das kann passieren, wenn deine Musikproduktion nicht für verschiedene Lautsprecher und Abspielgeräte optimiert ist.

WIEVIEL LUFS BEIM MASTERN ?

Wie laut Mastern für Spotify? Optimale LUFS Mastering Lautstärke für Streaming auf Youtube, Spotify, Soundcloud, Bandcamp, Beatport, Apple Music, und mehr. Erfahre mehr zum Thema wie viel LUFS beim Mastern.

LUFS Meter - Kostenlose VST-Plugins:

Es gibt einige kostenlose VST Metering Plugins und Apps, um LUFS, RMS und True Peaks zu messen; du kannst sie hier herunterladen. Fügen Sie sie als Effekt-Plugin zu Ihrer DAW hinzu und visualisieren Sie die wahre Lautstärke Ihrer Tracks und vergleichen Sie sie mit anderen Referenzsongs.

Warum wird die Lautheitsnormalisierung verwendet?

Audiodateien werden von verschiedenen Vertreibern an Streaming-Anbieter gesendet. Da die gelieferte Musik mit unterschiedlichen Lautstärken gemastert wurde, wollen Spotify, Apple Music und Youtube Music das beste Hörerlebnis beim Abspielen der Songs garantieren.

Wenn du beim Abspielen von Wiedergabelisten die Lautstärke jedes Titels manuell ändern müsstest, wäre das sehr störend. Deshalb kommt die Lautstärken-Normalisierung ins Spiel, damit alle gehörten Lieder gleich empfunden werden.

Du kannst diese Einstellung in Spotify jedoch deaktivieren, um zu hören, ob die Lieder mit unterschiedlichen Lautstärken gemastert wurden.

Gehen Sie dazu zu Spotify-Einstellungen / Audioqualität / Standardlautstärke und schalten Sie die Funktion ein oder aus.

VINYL MASTERING TIPS

Beim Mastering für Vinyl muss kein völlig neues Master erstellt werden. Aber du solltest auf einige Dinge achten, um Fehler beim Pressen von Vinyl zu vermeiden.

  • High-Cut-Filter: Versuchen deine hohen Frequenzen bei ca. 16khz mit einer Flanke von 18db abzusenken, um Verzerrungen zu vermeiden.

  • Low-Cut-Filter: Um zu verhindern, dass die Vinylnadel springt, solltest du die tiefen Frequenzen unter 30hz abschneiden

  • Zischlaute / De-Lessing: Zu viele hohe Frequenzen zwischen 3khz und 9khz können beim Pressen einer Schallplatte zu Verzerrungen führen. Versuche, harsche Hihats und Vocals für das Mastering auf Vinyl zu zähmen.

  • Mono Low-End: Unterhalb von 150hz müssen alle Bassfrequenzen auf Mono gestellt werden.

  • Keine starkes Limiting: Ein dynamisches Mastering klingt auf Vinyl lauter. Versuche starkes, Clipping zu vermeiden, da das zu einer verzerrten Audiowiedergabe führen kann. Um die -10 LUFS sollten am Ende auf Platte gut klingen.

  • Perfekte Reihenfolge deiner Songs: Leise Songs sollten auf der Innenseite des Vinyls platziert werden, da die Dynamik und die Frequenzen des Vinyls begrenzt sind. Lieder mit einem höheren Energiepegel sollten zuerst gespielt und auf der Vinyl nach außen gelegt werden.

Beste Mastering DAW

Im Prinzip kannst du jede DAW als Mastering DAW benutzen. Aber hier sind einige interessante Optionen für die Fertigstellung deiner Mastering-Projekte. Diese Top-Mastering-DAWs sind optimiert, um dir Zeit zu sparen, Metadaten hinzuzufügen, DDP-Images für die CD-Produktion zu erstellen, Vinyl-/Kassetten-Pre-Master zu erstellen oder einfach einen optimierten Workflow zu haben.

  • Reaper

  • Pyramix

  • WaveLab

  • Sequoia

  • Presonus Studio One

  • Samplitude

  • Sadie

  • DSP-Quattro

  • Soundblade

persönlicher Mastering Unterricht

Brauchst du Hilfe bei der Optimierung deiner Mastering-Kette? Hol dir deinen persönliches Mastering-Kurs, um das Beste aus deinen Songs herauszuholen! Deine Fragen werden individuell beantwortet und an deinen Wissensstand angepasst. Schick mir eine Nachricht mit deiner Anfrage, um deinen Mastering-Kurs zu buchen, denn in einem 1:1-Kurs kannst du am meisten lernen. Ich beantworte auch gerne deine Fragen zu deinen Mixing-Problemen. Denn nur wenn der Sound beim Mischen stimmt, kannst du einen guten Master machen.
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I am Marcus, a music enthusiast who runs a mixing and mastering business. Additionally, I compose insightful articles for my blog and produce music as a member of the techno duo Agravik.
Marcus
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